Darum ist Milde gerade jetzt so wichtig!

Milde ist gerade jetzt so wichtig, weil es für inneren Frieden sorgt, der im Außen entspannend wirken kann. Laut der Online-Umfrage von Ipsos vom 19.09.25 bis 03.10.2025 sorgen sich viele Menschen in Deutschland um ihre Sicherheit – körperlich wie finanziell. Unsere Welt scheint aus den Fugen zu geraten: Viele von uns stehen vielleicht vor der Frage: Ist mein Arbeitsplatz noch sicher? Wie kann ich meine Familie und meinen Wohlstand schützen? Wie sieht es mit meiner Rente aus? Wie lange muss ich dafür arbeiten?

Wir machen uns Sorgen, fühlen uns vielleicht gefährdet oder angreifbar und verschließen uns, um nicht schutzlos dazustehen. Alles, was wir wollen ist, uns und unsere eigene Familie, Gesundheit, unser Hab und Gut vor anderen und den Umständen abzusichern.

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Wenn wir uns dann einsam fühlen, misstrauisch werden und beginnen, unnötig aggressiv zu reagieren, ist Milde das Mittel der Wahl. Milde öffnet uns wieder für unsere eigenen Gefühle, für andere Menschen und für einen adäquaten Umgang mit dem Leben an sich.

Was ist Milde?

Im Duden wird Milde als Güte, verzeihendes Verständnis oder Nachsicht definiert. Und ja, das ist ein guter Anfang.
Für mich bedeutet Milde mehr: es bedeutet etwas loslassen, das einem nicht guttut, nicht anhaften bzw. festhalten an subjektiven Einstellungen, Emotionen, „Wissen“ und sogar Situationen, wenn sie zu „nichts“ führen oder hindern.

Milde ist etwas, das man nicht nur anderen gegenüber zeigen kann. Milde sein beginnt bei mir selbst. Wenn ich mich für Schusseligkeit, kleine Patzer, Vergesslichkeit usw. kritisiere oder sogar verurteile, schade ich mir selbst. Ich verletze mein Selbstbewusstsein und untergrabe mein Vertrauen in mich und meine Fähigkeiten. Vom Ärger über das Geschehene loszulassen und stattdessen wahrzunehmen, wie ich es das nächste Mal besser machen kann, Ist da wesentlich produktiver.

Wenn du milde zu anderen Menschen bist, heißt das nicht, dass du ihr Verhalten oder Handeln gutheißt. Du nimmst damit lediglich die Tatsache, dass es nun mal so ist wie es ist, an und schmerzt dich nicht selbst mit Emotionen wie Wut, Ärger, Enttäuschung, Traurigkeit… Du lässt das Geschehene hinter dir und konzentrierst dich darauf, was jetzt wichtig ist.

Auch das Leben bringt uns immer wieder einmal Ereignisse und Aufgaben, die uns in unseren Erwartungen, Wünschen und Zielen behindern, vielleicht sogar zurückwerfen. Was nutzt es uns zu lamentieren? Mit Milde anzunehmen, was ist, bringt uns wieder in Balance und lässt unsere Fähigkeiten aufblühen.

Warum ist Milde heute so wichtig für den inneren Frieden?

Milde zu üben – uns selbst, den anderen und den Umständen gegenüber – hilft uns dabei, Druck loszulassen. Und das ist wichtig: wenn wir die Dinge wieder gelassen betrachten können, tun wir uns leichter damit, Prioritäten zu setzen, das Wesentliche zu sehen, Nebensächlichkeiten oder im Augenblick Unwichtiges beiseitezuschieben und so, gute Entscheidungen zu treffen.

Und: innerer Frieden ist heute wichtiger denn je. Wir werden mit so vielen Informationen, Herausforderungen (siehe Einleitung) und zu treffenden Entscheidungen konfrontiert wie nie zuvor. Dadurch, dass quasi alle Informationen, die irgendwie benötigt werden (könnten) oder gewusst werden „sollten“, „immer und überall“ zur Verfügung stehen, geraten wir schnell unter Druck – vor allem, wenn wir unsere Aufgaben gut oder sogar perfekt erledigen wollen. Dieser Druck kann sich summieren, unser Leben in chaotische Zustände verwandeln und uns sogar aus der Bahn werfen.

Sei milde mit dir, wenn du gerade im Chaos versinkst oder mit den Umständen haderst: Es ist erst einmal okay – wir sind alle Menschen! Sei auch milde mit deinen Mitmenschen – auch sie sind Menschen und du weißt nicht, was dein Gegenüber gerade zu bewältigen hat. Und: sei milde mit den Umständen – sie kommen oft im schlechtesten Augenblick, bringen alles durcheinander oder verhindern vielleicht sogar deinen Erfolg. Nein – sie sind keine Menschen 😉, aber die einzige Möglichkeit für dich zu wachsen, noch besser zu werden und vielleicht zu verhindern, dass du in die falsche Richtung läufst. Ich glaube, jeder von uns hat rückblickend schon mal erlebt, dass ein „Misserfolg“ „eigentlich doch ganz gut“ war.

Welche Rolle wird Milde in der Zukunft spielen?

Über die Unsicherheiten in unserem Leben von Arbeit, Wirtschaft, Finanzen, Umwelt, Kriminalität… habe ich ja schon eingangs gesprochen. Es wird noch Jahre dauern, bis stabile, widerstandsfähige und für alle gute Lösungen dafür gefunden und vor allem umgesetzt sind. Und noch ein weiteres Thema kommt gerade so richtig in Fahrt: die künstliche Intelligenz.


Artikel vom 09.09.25 im Informationsdienst Wissenschaft e.V. -idw-
Bayreuth:


Ob man nun fasziniert ist von den Möglichkeiten oder eher mit Schrecken an die bevorstehenden Veränderungen denkt, Fakt ist: unsere Zukunft wird uns weiter fordern. Wir werden uns in den nächsten ein, zwei Jahren mit großen, teilweise transformierenden Veränderungen auseinandersetzen müssen – die künstliche Intelligenz lässt sich nicht mehr aufhalten und wird in allen Lebensbereichen präsent sein, ob wir wollen oder nicht.

Fakt ist ebenso: Um diese transformierenden Veränderungen gut bewältigen zu können, müssen wir einen Anker haben, an dem wir uns immer wieder festhalten können. Dieser Anker sollte unsere eigene Stabilität, unsere Balance auch in widrigen Umständen und unsere eigene Selbstsicherheit sein.

Es ist deshalb essentiell, sofort anzufangen, Milde zu üben, um zu innerem Frieden zu gelangen, der uns entscheidend dabei helfen kann, unsere Selbstsicherheit aufzubauen. Großen Veränderungen geht meist eine chaotische Zeit voraus, da die „Dinge“ erst mal auseinandergenommen und untersucht werden müssen, bevor sie in eine neue und komplexere Ordnung gebracht werden können. Milde hilft uns dabei, diese „Wellen“ gelassen zu durchschiffen und den Fokus auf das Wesentliche zu halten.

So fängst du mit Milde an

Milde ist etwas, das man immer wieder „tun“ muss.

Der erste Schritt ist, dich selbst bzw. deine Kommunikation mit dir selbst und mit deinen Mitmenschen zu beobachten. Nimm wahr, was du sagst, wie du es sagst, warum du es sagt und vielleicht sogar wo du es sagst. Nimm auch deine Gefühle und Emotionen wahr – und belasse es erst einmal dabei.

Im zweiten Schritt kannst du dann einzelne unvorteilhafte Gewohnheiten überdenken, eine andere Möglichkeit dafür finden und diese als „neue“ Gewohnheit in dein Leben integrieren. Um herauszufinden, wo du am besten anfangen kannst, könntest du dir diese Fragen stellen: Was ist bei diesen Gewohnheiten das Wesentliche, auf was kommt es mir dabei an? Welche Gewohnheit wirft die größten Wellen, bringt den größten „Nutzen“, wenn ich sie transformiere?

Fazit: Mit Milde können wir auch unsicheren Zeiten gelassen begegnen

Schon jetzt machen sich viele von uns Sorgen über Sicherheit und Wohlstand. Die transformativen Herausforderungen, welche die künstliche Intelligenz mit sich bringen wird, werden unsere Gesellschaft zusätzlich fordern. Milde zu sein hilft uns dabei, unsere innere Balance zu wahren, auch in chaotischen Zeiten unseren inneren Frieden zu finden und so das Außen selbstsicher und gelassen optimal zu gestalten.

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Kategorisiert als Lebensfreude

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